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Reinemachen kann gut tun!

Reinemachen, das schönere Wort fürs Putzen

Wir haben einen Handbesen, ein Kehrblech, wir haben Wischlappen und Wasser. Wir haben alles, was wir brauchen. Wir können einer der wohltuendsten Arbeiten nachgehen, die diese Welt bereithält. Und wir können es so oft tun, wie wir wollen - Reinemachen!

 

Reinmachen heißt nämlich nicht nur sauber zu machen und Staub zu wischen. Reinemachen heißt auch, für uns zu sorgen. Für das Wohlbefinden und für das innere Gleichgewicht.

 

Reinemachen zählt zu den ältesten und wichtigsten Tätigkeiten, die wir tun können. Wir kommen leider nicht mehr so oft dazu. Wir bestellen uns zum Beispiel eine Reinigungskraft nach Hause und kommen nicht mehr in den Genuss, was wegzuwischen. Was wegzusaugen.

 

Warum will uns das Reinemachen nicht so leicht von der Hand gehen? Wir haben Wichtigeres zu tun. Wir haben frei und wollen das Wochenende nicht damit verbringen, unsere Bude wiederherzustellen. Wir haben schon genug gearbeitet. Wir vergessen, wie das Reinmachen auf unser Wohlbefinden wirken kann. Nicht nur dass wir uns über das Ergebnis freuen können, wenn wir es hinter uns gebracht haben, sondern auch während des Reinemachens - wir können es als Befriedigung empfinden, was so Sinnvolles zu tun.

Die Befreiung, die das Reinemachen bringt

Wenig ist so sinnvoll wie Reinemachen. Wenig hat so schnell so augenfällige Ergebnisse für uns. Wir wischen über die Kommode und reiben uns die Augen, wenn wir auf die Schneise blicken, die der Wischlappen im Staub hinterlassen hat. Wir haben Hand angelegt. Wir haben was getan.

 

Wir wollen mehr. Wir wollen jetzt wirklich alles zu hundert Prozent rein haben. Wir hören das Telefon klingeln und fühlen uns gestört.

 

Reinmachen kann ein Rundumschlag werden. Wir tun es für uns. Wir bringen nicht nur die Wohnung auf Vordermann, wir wischen auch den Ruß und die Flusen des Alltags von uns runter. Wir befreien uns.

 

Wenn wir reinegemacht haben, schenkt es uns Genugtuung, unsere Wohnräume und damit auch uns befreit zu haben. Wir haben Teppiche gesaugt und betreten Räume wie Kathedralen der Geborgenheit. Wir haben keine Krümel herumliegen, die Böden glänzen wieder, die Tische und Möbel haben ihre Würde und Kraft zurückgewonnen.

 

Wir sitzen in einem Raum, der seine Seele wiedergefunden hat. Wir haben wieder einen freien Kopf, können die Fäuste ballen, die Arme in die Höhe strecken und uns wohlfühlen. Wir haben vergessen, dass es häufig die kleinen Dinge sind, die uns wieder Halt und ein gutes Gefühl geben können.

Tipp

Reinemachen kann uns viel geben, wenn wir Reinemachen nicht als notwendiges Übel betrachten. Wenn wir darin eine Möglichkeit sehen können, wieder mit unserer kleinen Welt ins Reine zu kommen. Wie bei so vielem, ist Beginnen der entscheidende Punkt.