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Reinigungsfirma beauftragen - was gibt es zu beachten?

Die richtige Reinigungsfirma beauftragen, das ist oft die Qual der Wahl. Neben den großen Reinigungsunternehmen tummeln sich eine Vielzahl kleinerer Putzdienste und nicht zuletzt die als Einzelunternehmerin schuftende "Putzfee".

 

Und eigentlich wäre es doch günstiger, selbst eine Reinigungskraft zu beschäftigen? Zum Beispiel auf Minijob-Basis?

 

Es gibt viele Gründe für eine Reinigungsfirma. Wenn es um die Krankheitsvertretung geht, haben Reinigungsfirmen selbst nach einem Ersatz zu schauen. Das gleiche gilt für Urlaubsvertretungen. Eine Reinigungsfirma mit der täglichen oder wöchentlichen Reinigung zu beauftragen, bedeutet auch, nur noch eine Rechnung zugeschickt zu bekommen. 

 

Die gesamte Organisation und Fürsorge für die Räumlichkeiten leistet dann der Reinigungsdienst. Und natürlich macht es einen Unterschied, was für ein Dienstleister gewählt wird.

Werden die Reinigungskräfte richtig bezahlt?

In der Reinigungsbranche gibt es viele schwarze Schafe. Ein zu geringer Reinigungspreis könnte ein erster Hinweis dafür sein. Es braucht eine gewisse Preishöhe für das Erbringen von Reinigungsleistungen. In Deutschland gibt es für Arbeitnehmer in der Gebäudereinigung einen Tariflohn. Damit ist der Lohn bundesweit geregelt. Zumindest theoretisch.

 

Zur Vermeidung von Schwierigkeiten sollten Sie darauf achten, dass sich Ihr Reinigungsdienstleister an alle gesetzlichen Vorgaben hält. Und eines ist klar: Nur wenn die Reinigungskräfte fair bezahlt werden, kann die Arbeit solide bewerkstelligt werden.

 

Saubermachen ist eine körperliche Tätigkeit. Und hinter körperlichen Tätigkeiten stehen Menschen, die damit ihr Brot verdienen. Und leider oft mit zu geringen Löhnen.

 

Immer wieder kommt es vor, dass Arbeitnehmer in der Reinigungsbranche mit Hungerlöhnen abgespeist werden. Trotz des Tariflohnes.

 

Es werden dann einfach nicht die korrekten Zeitvorgaben gemacht. Ein Reinigungsobjekt hat fünf Stunden für das Putzen nötig und bezahlt werden nur zwei oder drei. Der Rest ist dann zusätzlich abzuarbeiten. Theoretisch hat eine Putzfrau oder ein Putzmann vier Arme, die gleichzeitig staubsaugen, staubwischen, den Müll wechseln und das Klo scheuern. Nach dieser Theorie kann die Reinigungszeit dann so richtig schön verkürzt werden.

 

Darunter leiden nicht nur die Reinigungskräfte. Darunter leiden dann auch die Kunden. Haare im Waschbecken, Schlieren auf den Spiegeln, Flusen auf den Böden werden das Ergebnis sein. Hier helfen dann auch keine Beschwerden. Wenn die Arbeit so billig und kostengünstig wie möglich zu sein hat, wird die Arbeit nicht gut ausfallen können.

 

Die richtige Reinigungsfirma auszuwählen, das heißt also, einen Dienstleister zu wählen, der seine Kollegen nicht wie Dreck und Schmutz behandelt. Die Unzufriedenheit mit der Reinigung ist dann vorprogrammiert. Das ist aber nur ein Punkt.

Wo sitzt die Reingungsfirma?

Der Reinigungsdienstleister sollte in der Nähe seinen Standort oder sogar in Ihrem Bezirk ansässig sein. Die Kontrolle der Reinigungskräfte und das ganze Qualitätsmanagement machen sich leichter, wenn das Reinigungspersonal schnell zum Kunden kommen kann. Und weite Wege für die Reinigungskräfte müssen bezahlt werden. Im Zweifel geht das von der Reinigungszeit für Ihre Räume ab.

 

Ein weiterer Tipp: Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl. Nehmen Sie sich ein paar Minuten und telefonieren Sie mit dem Reinigungsunternehmen. Zum Beispiel könnten Sie einen Besichtigungstermin vereinbaren und die Kollegen von der Reinigung dann direkt einmal kennenlernen.

 

Wie schnell kann Ihnen ein Termin für eine Besichtigung gegeben werden? Wie läuft die Besichtigung ab? Wird Ihnen was "aufgeschwatzt"?  Wird sich notiert, was Ihnen wichtig ist und worauf die Reinigungskräfte zu achten haben? Werden Sie und Ihre Wünsche ernst genommen?

 

Wie schon erwähnt, ist der Preis ein wichtiges Kriterium. Die kleineren Reinigungsfirmen arbeiten meist günstiger, während auch die Gefahr steigt, an die falsche Adresse zu geraten. Auf der sichersten (und wohl auch kostspieligsten) Seite fährt man mit einem Reinigungskonzern oder einem großen Reinigungsbetrieb. Blickt dieser doch auf eine mehrjährige Erfahrung zurück und weiß, wie es gemacht werden muss. Doch ist auch das nicht die Regel.

 

Denn alles hängt von der eingesetzten Kraft ab, die bei Ihnen herumwirbelt. Ein professionelles Reinigen will gelernt sein. Und das Auge muss auch sehen, wo der Dreck liegt und ob es nach dem Wischen wirklich besser geworden ist. Die richtige Reinigungsfirma hat die richtigen Reinigungskräfte, bewerkstelligt die Reinigungsarbeit zu fairen Bedingungen und kümmert sich, wenn es Probleme gibt.

Können Sie mit der Reinigungsfirma kommunizieren?

Wenn Sie eine zuverlässigen Reinigungsdienst gefunden haben, sollte es wenig Probleme geben. Und wenn es Probleme gibt? Oder Reinigungstermine ausfallen oder verschoben werden müssen? Dann sollte die Reinigungsfirma einen Ansprechpartner haben, der für Sie da ist. Wahrscheinlich können Sie schon bei der Kontaktaufnahme erkennen, ob Ihr zukünftiger Reinigungsdienst ein offenes Ohr für Ihre Belange hat.

 

Kommunikation ist auch hier ein wichtiges Thema. Ein Telefonanruf und alles ist geregelt. Oder erreichen Sie wieder einmal niemanden? Oder reden Sie gegen Windmühlen?

 

Das sind Dinge, die bereits bei der Beauftragung ausgeschlossen werden können. Oder zumindest zum Teil.