Reinigungsfirma beauftragen - was gibt es zu beachten?

Tipps für die Beauftragung Ihrer Reinigungsfirma

Die richtige Reinigungsfirma beauftragen, das ist oft die Qual der Wahl. Neben den großen Reinigungsunternehmen tummeln sich eine Vielzahl kleinerer Putzdienste und nicht zuletzt die als Einzelunternehmerin schuftende "Putzfee".

Und eigentlich wäre es doch günstiger, selbst eine Reinigungskraft zu beschäftigen? Zum Beispiel auf Minijob-Basis?

 

Es gibt viele Gründe für eine Reinigungsfirma. Wenn es um die Krankheitsvertretung geht, können Reinigungsfirmen eine Krankheitsvetretung aus ihren Mitarbeitern heranziehen. Das gleiche gilt für Urlaubsvertretungen. Eine Reinigungsfirma mit der täglichen oder wöchentlichen Reinigung zu beauftragen, bedeutet auch, nur noch eine Rechnung zugeschickt zu bekommen. 

 

Die komplette Betreuung Ihrer Büro- und Geschäftsräume besorgt dann der Reinigungsbetrieb. Die reicht bis zur Beschaffung von Verbrauchsmaterialien wie Klopapier, Seife und Papierhandtücher. Bisweilen kann auch ein Wäscheservice für Geschirr- und Händehandtücher hinzugebucht werden.

Werden die Reinigungskräfte richtig bezahlt?

In der Reinigungsbranche gibt es keine geringe Anzahl "schwarzer Schafe". Ein zu geringer Reinigungspreis ist bereits ein kleiner Hinweis dafür. Denn es braucht eine gewisse Preishöhe für das Erbringen von Reinigungsleistungen. In der Bundesrepublik Deutschland gibt es für Arbeitnehmer in der Gebäudereinigung einen Tariflohn.  Damit ist der Lohn für Reinigungspersonal bundesweit geregelt und fällt mit 10,56 Euro netto (Stand: 2019) höher als der gesetzliche Mindestlohn aus.

 

Wenn Sie Schwierigkeiten vermeiden wollen, sollten Sie darauf achten, dass sich Ihr Reinigungsdienstleister an alle gesetzlichen Vorgaben hält. Und eines ist klar: Nur wenn die Reinigungskräfte korrekt bezahlt werden, kann die Arbeit korrekt bewerkstelligt werden.

      

Immer wieder kommt es vor, dass Arbeitnehmer in der Reinigungsbranche mit Hungerlöhnen abgespeist werden. Trotz des Tariflohnes.

 

Es werden dann einfach nicht die korrekten Arbeitszeitvorgaben gemacht. Ein Reinigungsobjekt hat fünf Stunden für das Putzen nötig und bezahlt werden nur zwei oder drei. Der Rest ist dann zusätzlich abzuarbeiten. Theoretisch hat eine Reinigungskraft fünf Arme, die gleichzeitig staubsaugen, Staub wischen, den Müll wechseln und das Klo scheuern. Nach dieser Theorie kann die Reinigungszeit dann so richtig schön verkürzt werden.

 

Darunter leiden nicht nur die Reinigungskräfte. Darunter leiden dann auch die Kunden. Haare im Waschbecken und auf den Stühlen, Schlieren auf den Spiegeln, Streifen auf Wasserhähnen, Krümel auf den Teppichen, Wischspuren auf den Böden werden das Ergebnis sein. Hier helfen dann auch keine Beschwerden. Wenn die Arbeit so billig und kostengünstig wie möglich beauftragt wird, wird die mangelhafte Reinigungsleistung gleich mit beauftragt. 

 

Die richtige Reinigungsfirma auszuwählen, das heißt also, einen Dienstleister zu wählen, der seine Reinigungskräfte nicht wie Dreck und Flusenstaub behandelt. Die Unzufriedenheit mit der Reinigung ist dann vorprogrammiert. Das ist aber nur ein Punkt.

Wo befindet sich die Reinigungsfirma?

Ihr Reinigungsdienstleister sollte seinen Standort in der Nähe haben oder sogar in Ihrem Bezirk ansässig sein. Die Kontrolle der Reinigungskräfte und das ganze Qualitätsmanagement machen sich leichter, wenn der Reinigungsdienst schnell zum Kunden kommen kann. Und weite Wege für die Reinigungskräfte müssen bezahlt werden. Im Zweifel verkürzt das am Ende nur die Reinigungszeit.

 

Ein weiterer Tipp: Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl. Nehmen Sie sich ein paar Minuten und telefonieren Sie mit dem Reinigungsservice. Zum Beispiel könnten Sie einen Besichtigungstermin vereinbaren und die Kollegen von der Reinigung dann einmal kennenlernen.

 

Wie schnell kann Ihnen ein Termin für eine Besichtigung gegeben werden? Wie läuft die Besichtigung ab? Wird Ihnen was "aufgeschwatzt"?  Wird sich notiert, was Ihnen wichtig ist und worauf die Reinigungskräfte zu achten haben? Werden Sie und Ihre Wünsche ernst genommen?

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Was kostet eine Reinigungskraft?

Kostengünstig heißt, dass schnell und weniger intensiv gearbeitet wird. Kostenintensiv heißt aber leider noch nicht gleich, dass beflissen und zufriedenstellend gearbeitet wird. Die kleineren Reinigungsfirmen können meist individueller auf Ihre Bedürfnisse eingehen und das nicht einmal zu höheren Kosten als große Reinigungsbetriebe mit hunderttausenden verkauften Reinigungsstunden. Eine mehrjährige Reinigungserfahrung begünstigt die Qualität der Reinigungsarbeit.

 

Schlussendlich hängt alles von der eingesetzten Kraft ab, die bei Ihnen herumwirbelt. Ein professionelles Reinigen will gelernt sein. Und das Auge muss auch sehen, wo der Dreck liegt und ob es nach dem Wischen wirklich besser geworden ist. Der Reinigungsbetrieb Ihrer Wahl hat kompetente Reinigungskräfte, bewerkstelligt die Reinigungsarbeit zu korrekten Bedingungen und kümmert sich, wenn es zu Nachlässigkeiten in der Reinigungsarbeit kommt.

 

Wenn die Reinigungskräfte, wie es in der Regel der Fall ist, Kunde für Kunde ihrer Reinigungsarbeit nachgehen, fallen Fuß- und Fahrwege an. Die Anfahrt zu den Reinigungsobjekten ist natürlich auch Arbeitszeit und wirkt sich auf die Reinigungskosten aus. Die Reinigungsqualität ist nur dann kontinuierlich, wenn der Lohn für die Reinigungsarbeit korrekt bezahlt wird.

 

Wenn wir eine Reinigungsfirma beauftragen, beauftragen wir weitaus mehr als nur das Reinigen und Saubermachen. Wir beauftragen die Kontrolle und das ganze Qualitätsmanagement, die bereits erwähnte Krankheits- und Urlaubsvertretung, die Einarbeitung, Motivation und Schulung der Reinigungskräfte, die notwendige Büroarbeit, die Beschaffung von Reinigungsmitteln und -gerätschaften, den Kundendienst und Weiteres.

Können Sie mit der Reinigungsfirma kommunizieren?

Wenn Sie einen zuverlässigen Reinigungsservice entdeckt haben, sollte es wenig Probleme geben. Und wenn es Probleme gibt? Oder Reinigungstermine ausfallen oder verschoben werden müssen? Dann sollte die Reinigungsfirma einen Ansprechpartner haben, der für Sie da ist. Wahrscheinlich können Sie schon bei der Kontaktaufnahme erkennen, ob Ihr zukünftiger Reinigungsdienst ein offenes Ohr für Ihre Belange hat.

 

Kommunikation ist auch hier ein wichtiges Thema. Ein Telefonanruf und alles ist geregelt. Oder erreichen Sie wieder einmal niemanden? Oder reden Sie gegen Windmühlen?

 

Das sind Dinge, die bereits bei der Beauftragung ausgeschlossen werden können. Oder zumindest zum Teil.

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