Reinigungsfirma beauftragen - was gibt es zu beachten?

Tipps für die Beauftragung Ihrer Reinigungsfirma

Die richtige Reinigungsfirma beauftragen, das ist oft die Qual der Wahl. Neben den großen Reinigungsunternehmen tummeln sich eine Vielzahl kleinerer Putzdienste und nicht zuletzt die als Einzelunternehmerin schuftende "Putzfee".

Und eigentlich wäre es doch günstiger, selbst eine Reinigungskraft zu beschäftigen? Zum Beispiel auf Minijob-Basis?

 

Es gibt viele Gründe für eine Reinigungsfirma. Wenn es um die Krankheitsvertretung geht, können Reinigungsfirmen eine Krankheitsvetretung aus ihren Mitarbeitern heranziehen. Das gleiche gilt für Urlaubsvertretungen. Eine Reinigungsfirma mit der täglichen oder wöchentlichen Reinigung zu beauftragen, bedeutet auch, nur noch eine Rechnung zugeschickt zu bekommen. 

 

Die Betreuung der Räumlichkeiten leistet dann der Reinigungsbetrieb. Die reicht bis zur Beschaffung von Verbrauchsmaterialien wie Klopapier, Seife und Papierhandtücher, bisweilen kann auch ein Wäscheservice für Geschirr- und Händehandtücher gebucht werden. Natürlich macht es einen Unterschied, was für ein Dienstleister gewählt wird.

Werden die Reinigungskräfte richtig bezahlt?

In der Reinigungsbranche gibt es viele schwarze Schafe. Ein zu geringer Reinigungspreis ist ein Hinweis dafür. Es braucht eine gewisse Preishöhe für das Erbringen von Reinigungsleistungen. In Deutschland gibt es für Arbeitnehmer in der Gebäudereinigung einen Tariflohn. Damit ist der Lohn bundesweit geregelt und fällt mit 10,56 Euro netto höher als der gesetzliche Mindestlohn aus. Zumindest theoretisch.

 

Wenn Sie Schwierigkeiten vermeiden wollen, sollten Sie darauf achten, dass sich Ihr Reinigungsdienstleister an alle gesetzlichen Vorgaben hält. Und eines ist klar: Nur wenn die Reinigungskräfte korrekt bezahlt werden, kann die Arbeit korrekt bewerkstelligt werden.

      

Immer wieder kommt es vor, dass Arbeitnehmer in der Reinigungsbranche mit Hungerlöhnen abgespeist werden. Trotz des Tariflohnes.

 

Es werden dann einfach nicht die korrekten Zeitvorgaben gemacht. Ein Reinigungsobjekt hat fünf Stunden für das Putzen nötig und bezahlt werden nur zwei oder drei. Der Rest ist dann zusätzlich abzuarbeiten. Theoretisch hat eine Reinigungskraft fünf Arme, die gleichzeitig staubsaugen, staubwischen, den Müll wechseln und das Klo scheuern. Nach dieser Theorie kann die Reinigungszeit dann so richtig schön verkürzt werden.

 

Darunter leiden nicht nur die Reinigungskräfte. Darunter leiden dann auch die Kunden. Haare im Waschbecken und auf den Stühlen, Schlieren auf den Spiegeln, Streifen auf Wasserhähnen, Krümel auf den Teppichen, Wischspuren auf den Böden werden das Ergebnis sein. Hier helfen dann auch keine Beschwerden. Wenn die Arbeit so billig und kostengünstig wie möglich beauftragt wird, wird die mangelhafte Reinigungsleistung gleich mit beauftragt. 


Die richtige Reinigungsfirma auszuwählen, das heißt also, einen Dienstleister zu wählen, der seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht wie Schmutz und Flusenstaub behandelt. Die Unzufriedenheit mit der Reinigung ist dann vorprogrammiert. Das ist aber nur ein Punkt.

Wo befindet sich die Reingungsfirma?

Der Reinigungsdienstleister sollte in der Nähe seinen Standort oder sogar in Ihrem Bezirk ansässig sein. Die Kontrolle der Reinigungskräfte und das ganze Qualitätsmanagement machen sich leichter, wenn der Reinigungsdienst schnell zum Kunden kommen kann. Und weite Wege für die Reinigungskräfte müssen bezahlt werden. Im Zweifel geht das von der Reinigungszeit für Ihre Räume ab.

 

Ein weiterer Tipp: Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl. Nehmen Sie sich ein paar Minuten und telefonieren Sie mit dem Reinigungsunternehmen. Zum Beispiel könnten Sie einen Besichtigungstermin vereinbaren und die Kollegen von der Reinigung dann direkt einmal kennenlernen.

 

Wie schnell kann Ihnen ein Termin für eine Besichtigung gegeben werden? Wie läuft die Besichtigung ab? Wird Ihnen was "aufgeschwatzt"?  Wird sich notiert, was Ihnen wichtig ist und worauf die Reinigungskräfte zu achten haben? Werden Sie und Ihre Wünsche ernst genommen?

Was kostet eine Reinigungskraft?

Kostengünstig heißt, dass schnell und weniger intensiv gearbeitet wird. Kostenintensiv heißt aber leider noch nicht gleich, dass beflissen und zufriedenstellend gearbeitet wird. Die kleineren Reinigungsfirmen können meist individueller auf Ihre Bedürfnisse eingehen und das nicht einmal zu höheren Kosten als große Reinigungsbetriebe mit hunderttausenden verkauften Reinigungsstunden (wie es auch gerne in der Werbung genannt wird.) Ein Reinigungsbetrieb, der auf eine mehrjährige Erfahrung zurückblicken kann und über eigene Reinigungskräfte verfügt, begünstigt die Qualität der Reinigungsarbeit.


Doch ist auch das nicht die Regel. Denn alles hängt von der eingesetzten Kraft ab, die bei Ihnen herumwirbelt. Ein professionelles Reinigen will gelernt sein. Und das Auge muss auch sehen, wo der Dreck liegt und ob es nach dem Wischen wirklich besser geworden ist. Die Reinigungsfirma Ihrer Wahl hat kompetente und motivierte Reinigungskräfte, bewerkstelligt die Reinigungsarbeit zu korrekten Bedingungen und kümmert sich ohne langes Hin und Her, wenn es zu Nachlässigkeiten in der Reinigungsarbeit kommt.

 

Das hat auch seinen Preis. Wenn die Reinigungskräfte, wie es in der Regel der Fall ist, Reinigungsobjekt für Reinigungsobjekt ihrer Reinigungsarbeit nachgehen, fallen Fuß- und Fahrwege an. Das beeinflusst die Reinigungspreise. Die Anfahrt zum nächsten Kunden ist Arbeitszeit und hat bezahlt zu werden. 


Hier für anständige Bedingungen zu sorgen, kann nur im Kundeninteresse liegen. Schließlich wollen die Räumlichkeiten kontinuierlich gereinigt werden. Und das geht nur, wenn die Reinigungskräfte ihrer Arbeit einen Wert beimessen können und sich nicht schlecht behandelt oder ausgebeutet fühlen. 

Können Sie mit der Reinigungsfirma kommunizieren?

Wenn Sie eine zuverlässigen Reinigungsdienst gefunden haben, sollte es wenig Probleme geben. Und wenn es Probleme gibt? Oder Reinigungstermine ausfallen oder verschoben werden müssen? Dann sollte die Reinigungsfirma einen Ansprechpartner haben, der für Sie da ist. Wahrscheinlich können Sie schon bei der Kontaktaufnahme erkennen, ob Ihr zukünftiger Reinigungsdienst ein offenes Ohr für Ihre Belange hat.

 

Kommunikation ist auch hier ein wichtiges Thema. Ein Telefonanruf und alles ist geregelt. Oder erreichen Sie wieder einmal niemanden? Oder reden Sie gegen Windmühlen?

 

Das sind Dinge, die bereits bei der Beauftragung ausgeschlossen werden können. Oder zumindest zum Teil.