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Kündigung Reinigungsfirma - das klappt auch ohne Haareraufen.

Warum der Reinigungsfirma kündigen?

Hinweis:

Da wir keine Rechtsanwälte sind, handelt es sich bei der folgenden Betrachtung um unsere subjektive Meinung. Es handelt sich nicht um eine Rechtsberatung.

Wenn Sie nicht zufrieden mit Ihrer Reinigungsfirma sind und Ihre Beschwerden nichts bringen oder nur für kurze Zeit, kann eine Kündigung notwendig werden. Hier ist zunächst die Frage zu klären, ob ein Reinigungsvertrag abegschlossen wurde oder nicht.

Wenn kein Reinigungsvertrag vorliegt, kann die Kündigung kurzfristig erfolgen.

 

Haben Sie einen Reinigungsvertrag abgeschlossen? Ein Blick in den Reinigungsvertrag hilft bei der Kündigung.

 

Hier finden Sie in der Regel unter "Vertragslaufzeit" den Punkt "Kündigung". Häufig werden lange Kündigungsfristen vereinbart. Das schafft natürlich eine gewisse Sicherheit für beide Seiten. Denn es ist nicht so schnell gemacht, eine neue Reinigungskraft oder einen neuen Reinigungsdienstleister zu finden. Die Reinigungsfirma wiederum bekommt eine gewisse Planungssicherheit für Personal und Betriebsabläufe.

Reinigungsvertrag wozu?

Ein Reinigungsvertrag hält die Richtlinien fest und schafft so eine Grundlage für die Zusammenarbeit. Ein Leistungsverzeichnis ist das Kernstück und bestimmt, welche Reingungsleistungen im Einzelnen zu erbringen sind. Es wird in Reinigungsverträgen nicht nur festgehalten, was gemacht wird, sondern auch, was nicht gemacht wird. Wünscht der Kunde weitere Reinigungsleistungen, werden diese gesondert vereinbart und wirken sich dementsprechend auf die Gesamtkosten aus.

 

Weiter werden Haftungsfragen geregelt und die Art und Weise, wie die Reinigungsleistungen erbracht werden. Die Reinigungsfirma verpflichtet sich zum Beispiel

  • nur geeignetes und zuverlässiges Personal einzusetzen,
  • auch bei geringfügig Beschäftigten Arbeitsverträge schriftlich abzuschließen,
  • ausländische Arbeitnehmer nur mit gültigen Arbeitspapieren zu beschäftigen,
  • die Verpflichtungen aus dem Tarifvertrag für gewerbliche Arbeitnehmer in der Gebäudereinigung
    einzuhalten,
  • die notwendigen Reinigungsmittel und Reinigungsgerätschaften zu stellen und nur geeignete Reinigungsmittel einzusetzen und so weiter.

Nur hilft das alles nichts, wenn nicht richtig gereinigt und der Dreck nur verschmiert und nicht aufgewischt wird. Ein Reinigungsvertrag ist ein Rahmen und noch lange keine Garantie für einen reibungslosen Ablauf der Reinigungsarbeiten.

Kündigungsfrist im gegenseitigen Interesse verkürzen

Der Nachteil eines Reinigungsvertrages kann, wie gesagt, die recht lange Kündigungsfrist sein. Natürlich können Sie auch aus wichtigem Grund nach § 314 BGB kündigen. 

 

Die vertraglich geregelte Kündigungsfrist können Sie manchmal verkürzen, wenn Sie bereits auf die mangelhafte Reinigungsleistung hingewiesen haben. In der Regel wird das geschehen sein. Denn es macht ja Sinn, zunächst einmal Ruhe zu bewahren und dem Reinigungsunternehmen die Möglichkeit zu geben, wie beauftragt zu arbeiten.

 

Hat die Reinigungsfirma den Zustand nicht beheben können, kommt die Kündigung relativ einfach zustande. Teilen Sie Ihren Kündigungswunsch mit und verlangen Sie eine schriftliche Bestätigung. Wenn Sie mit der Reinigungsfirma reden, können Sie wahrscheinlich auch bei einer längeren Kündigungsfrist relativ schnell aus dem Reinigungvertag kommen. Kommunikation hilft hier wie immer weiter. Es ist nicht so wahrscheinlich, dass sich die Reinigungsfirma an die Kündigungsfrist klammert.

 

Kommt keine Einigung nach Ihren Wünschen zustande, hilft es wohl nur, bis zum Ende der Kündigungsfrist zu warten. In diesem Falle können Sie natürlich, wenn es nicht bereits geschehen ist, eine weitere Reinigung bei mangelhafter Reinigungsleistung verlangen, wie es in der Regel in Reinigungsverträgen festgehalten wird. Die Reinigungsfirma hat dann auf eigene Kosten die Reinigungsmängel schnellstmöglich zu beheben.

 

Doch ein wichtiger Schritt ist es, die Kündigung überhaupt vorzunehmen. Wir gewöhnen uns relativ schnell an schlechte Zustände. Und wenn die schon Jahre andauern, ist es fast schon selbstverständlich, dass es nicht so ist, wie man es gerne hätte.

Tipp

Das beste und einfachste ist, keinen Reinigungsvertrag abzuschließen. Denn das heißt noch lange nicht, dass schlecht gearbeitet wird. Das heißt einfach nur, dass man auch ohne kann. Denn eine zuverlässige Reinigungsfirma ist nicht zuverlässig, weil ein Reinigungsvertrag abgeschlossen wurde. Und eine Reinigungsfirma, die es nicht so genau mit den Reinigungseinsätzen nimmt, wird nicht dadurch zuverlässig, dass ein Reinigungsvertrag abgeschlossen wird.

 

Die Reinigungsleistungen können auch ohne Reinigungsvertrag erbracht werden. Wenn Sie dann unzufrieden sind und keine Besserung eintritt, genügt ein Telefonanruf, in welchem Sie einen Termin für die letztmalige Reinigung vereinbaren. Dieser hängt ganz einfach davon ab, ob Sie bereits einen neuen Reinigungsdienstleiser gefunden und beauftragt haben.